Empathie. Wie wir uns gegenseitig unterstützen können
Tagungsbericht aus der Reihe Vielfalt in die Tat umsetzen

Es ist der 20. September 2025 und der große Raum in der Kommende Dortmund füllt sich. Frauen mit Armutserfahrungen, BIPoC, Frauen* und Menschen aus den unterschiedlichen Feldern der Diversitätsarbeit in und um Kirche sowie Interessierte sind zusammengekommen, um gemeinsam über die Bedeutung von Empathie zur Stärkung solidarischer Bündnisse nachzudenken. Im Fokus der Tagung standen Armut, Rassismus und Genderungerechtigkeit.
Die Tagung wurde organisiert in einer Kooperation zwischen Frauke Petersen (ev. Frauen in Deutschland), Sabine Schött (ev. Kirche Kurhessen-Waldeck), Frieda Wittenborn (damals Diakonie Deutschland), Sina Balke-Juhn (ev. Medienakademie) und Dr. Alena Höfer (EKvW/IKG). Das Team verfolgt erstens das Ziel, einer deutschlandweiten Vernetzung von Akteur*innen, die sich mit Diversität in Kirche und Diakonie auseinandersetzen. Zweitens fördert sie einen praktischen Austausch über erfolgreiche Umsetzungsstrategien in der Antidiskriminierungsarbeit.
Empathie ist in diesem Zusammenhang mehr als ein individuelles Gefühl oder eine moralische Haltung. Sie ist auch eine strukturelle und haltungsprägende Ressource kirchlicher und diakonischer Praxis. Empathie kann, wenn sie bewusst reflektiert und in Verfahren übersetzt wird, zu einer politischen und organisatorischen Ressource werden. Gerade in kirchlichen und diakonischen Kontexten, in denen Macht- und Ungleichheitsverhältnisse fortbestehen, eröffnet Empathie die Möglichkeit, Armut, Rassismus und Genderungerechtigkeit nicht isoliert, sondern in ihrem Zusammenwirken zu verstehen und solidarische Handlungsansätze zu entwickeln.
Sowohl die Impulse von Prof.in Petra Daňková (Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt) und Sarah Vecera (Vereinte Evangelische Mission), als auch die daran anschließenden Experimentierräume zur Organisationsentwicklung, zum Peer-to-peer Ansatz und zur Methode des Storytellings haben die Thematik in ihren unterschiedlichen Facetten und mit verschiedenen Diversitätsperspektiven beleuchtet.
Eine detaillierte Dokumentation der Tagung wird in Kürze auf der Homepage der EFiD (https://evangelischefrauen-deutschland.de/diversity/) veröffentlicht werden. Hier können Sie sich über die Inhalte weiter informieren.

Dr. Alena Höfer, Referentin für Frauenpolitik und intersektionalen Feminismus






