Transformations-
designer*in 2024/25 –
Zertifikatsverleihung und Netzwerkabend
Elf junge Menschen erhielten das Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss des Programms Transformationsdesigner*in.
Am Samstag, den 26. Juli 2025 fand die Zertifikatsverleihung des dritten Jahrgangs Transformationsdesigner*in in Essen statt. Die Teilnehmenden stellten zunächst die von ihnen während der Dauer des Programms durchgeführten Projekte vor. Die UN Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung sowie die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, die das Programm unterstützen, sendeten Grußworte.

Präsentation der Projekte
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung der vielfältigen Projekte der Teilnehmenden, die sie während des Programmzeitraums umgesetzt haben. In der Themenwahl und Ausführung waren sie frei, wurden aber in der Konzeption begleitet und beraten. Für das Projekt stand ihnen ein eigenes Budget zur freien Verfügung. Die umgesetzten Projekte sind unten kurz beschrieben.
Grußworte und Dank
Im Anschluss wurden per Video Grußworte der UN-Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung, die das Programm seit Beginn inhaltlich unterstützen, sowie der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW übermittelt, die das Programm finanziell fördert.
Die UN Jugenddelegierten betonten, wie wichtig das Engagement der Transformationsdesigner*innen für die Nachhaltigkeitsziele sei und ermutigten sie, dran zu bleiben.
Martin Herzberger von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW lobte das Engagement der Teilnehmenden: Er ermutigte die Absolvent*innen, „positive Zukunftsbilder zu zeichnen und Ihre Mitmenschen für diese zu begeistern“. Es sei wichtig, mit anderen Menschen im Dialog zu bleiben und einander zuzuhören. „Nur so können wir die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam lösen.“
Die Leiterin des Programms, Thea Jacobs, und Fabian Gacon, der das Programm als ehemaliger UN Jugenddelegierter seit Beginn begleitet, sprachen den Teilnehmenden ihren Dank und ihre Anerkennung aus. Thea Jacobs betonte:
„Die Projekte, die ihr entwickelt habt, sind so vielfältig wie ihr selbst – jede*r mit eigenen Schwerpunkten, Ideen und Perspektiven. Und das alles neben Abitur, Studium, Job, Ehrenamt… das ist wirklich eine Leistung.“
Fabian Gacon ergänzte:
„Ich fand es besonders schön zu sehen, wie ihr als Gruppe zusammengewachsen seid. Ihr habt euch reingehängt, wart neugierig, ausdauernd und habt euch auf die Themen und Methoden eingelassen – selbst am Samstagabend noch mit voller Energie.“
Thea Jacobs schloss mit einem Ausblick:
„Danke, dass wir euch begleiten durften. Es war uns eine große Freude – und wir freuen uns auf alles, was ihr noch bewegen werdet!“
Verleihung der Zertifikate
Nach der feierlichen Übergabe der Zertifikate schloss dieser erste Teil der Veranstaltung mit einem Gruppenfoto.
Netzwerktreffen „NRW 2050“
Am späten Nachmittag begann das Netzwerktreffen unter dem Titel „NRW 2050“, das den Blick auf aktuelle Herausforderungen und Visionen für ein gutes Leben in NRW im Jahr 2050 richtete.
Dr. Markus Kühlert vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eröffnete mit einem Impulsvortrag zu den Herausforderungen des Klimawandels unter dem Motto: „Es wird schwierig – aber wir schaffen das!“
Nach dieser inhaltlichen Einstimmung wurden Visionen und Forderungen lokaler Initiativen im Rahmen eines World-Cafés diskutiert. Barbara Schormann-Lang vertrat den Ernährungsrat Essen. Als zentrale Forderungen im Bereich Ernährung identifizierten die Teilnehmenden die Punkte Ernährungsbildung, Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie die Transformation der Gemeinschaftsverpflegung. Von der Solargenossenschaft Essen war Sebastian Raßkopf zu Gast. Mit ihm diskutierten die Teilnehmenden die Notwendigkeit, dem Thema Solarausbau eine höhere Priorität einzuräumen, bürokratische Hürden abzubauen sowie Awareness für das Thema zu schaffen.
Den geselligen Abschluss bildete ein gemeinsames Buffet zum Weiterdiskutieren, Vernetzen und Feiern
Die Veranstaltung war ein inspirierender Tag voller Engagement, Austausch und Zukunftsvisionen. Sie zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen mit Kreativität und Tatkraft zur nachhaltigen Transformation unserer Gesellschaft beitragen.
Umgesetzte Projekte der Transformationsdesigner*innen 2024/2025
Klimapuzzle: Zwei Teilnehmerinnen organisierten einen Workshop mit einem interaktiven Lernspiel zur Vermittlung von Klimazusammenhängen. Dieses richtet sich an Jugendliche und Erwachsene und kann bei Interesse angefragt werden (Hier geht es zur Veranstaltung, Anfragen über Thea Jacobs).
Wo du stehst, wird Veränderung möglich: Das Projekt besteht aus einem Film, der zeigt, wie auch kleine Verhaltensweisen mit Vorbildfunktion das Handeln vieler beeinflussen können, und einer Handreichung, die die kleinen Schritte aufführt und zum Nachahmen motiviert. Der Film wird in Kürze auf dem Youtube-Kanal der Evangelischen Akademie Villigst zu sehen sein, die dazugehörige Handreichung steht hier zum Download.
Transformation im Kleinen: Zum Nachahmen soll dieses Projekt anregen, in dem eine Teilnehmerin durch den Bau eines Hochbeets aus alten Paletten alltagsnahe Ansätze zur nachhaltigen Lebensweise bietet.
Challenge für Nachhaltigkeit: Mit einem hier herunterladbaren Bogen können die Challenges verschiedener Schwierigkeitsstufen durchgeführt und dokumentiert werden. Diese Mitmachaktion fördert nachhaltige Gewohnheiten.
Mit Kinderaugen sehen – Gerechtigkeit in der Transformation: Eine Teilnehmerin begleitete eine Kinderfreizeit nach Lyon und brachte das Thema Kinderrechte in Verbindung mit gesellschaftlicher und ökologischer Transformation.
Upcycling für Zusammenkunft: Aus Sperrmüllfunden erschuf eine Teilnehmerin ein Sitz- oder Liegemöbel, das nun seinen Platz im öffentlichen Raum gefunden hat und als Mittel zur Gemeinschaftsbildung dient.
Artenschutz durch praktische Umweltbildung lautete das Motto des Projekts „Nistkasten“. Die Teilnehmerin gestaltete gemeinsam mit dem NABU Münsterland einen Schulworkshop, in dem die Teilnehmenden etwas über die Bedürfnisse von brütenden Vögeln erfuhren und selbst einen Nistkasten aus Holz bauten, der nachhaltig gestaltet und Baumfreundlich befestigt werden konnte. Neben der Vermittlung des Fachwissens erlebten die Teilnehmenden des Workshops Selbstwirksamkeit.
Foto: Thea Jacobs (links) und Fabian Gacon (rechts) mit den Absolventinnen. Es fehlen vier weitere Absolventinnen.
Foto: IKG
Kontakt
Thea Jacobs
02304 / 755 351
thea.jacobs@kircheundgesellschaft.de
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58239 Schwerte







